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Weihnachts-Resignation
Willkommen denn vor allen Tagen
Des Jahres dieser schönste Tag!
Still, arme Seele, deine Klagen,
Die tief in banger Trübsal lag;
Bann heute Sorgen und Beschwerden -
Ins Weltmeer senke all dein Leid;
Raff dich zusammen, Sohn der Erden,
Versuchs noch einmal jung zu werden
Für diese kurze Spanne Zeit.
Ob draußen Wetter uns und Winde
Umstürmen rauen Odems auch,
Durchziehts doch innen leis und linde
Die Menschbrust wie Frühlingshauch;
Ob Dunkel auch viel tausend Herzen
In seine Schatten hüllt zumal:
Heut senden in die Nacht der Schmerzen
Die lieben hellen Weihnachtskerzen
Des Himmelslichtes einen Strahl!
Drum, die ihr auf kurulischem Sitze
Hoch thront ob niedrer Daseinsspur:
Im Köcher bergt des Krieges Blitze
Seid Menschen heut mit Menschen nur.
Und ziemt dem frohen Feiermute
Des Volks ein kleiner Dämpfer doch -
Die Festzeit haltet ihm zugute:
Gebt ihm vergoldet nur die Rute - -
`s bleibt immer ja `ne Rute noch!
Ihr, deren unumstößlich Credo
Sich gründet auf ein mächtig Heer -
Ihr Sprenginsfelde des Torpedo,
Sinnt heut sein neues Mordgewehr!
Seht da: von Zinn den Vierzigpfünder,
Kommt, werdet wieder einmal Kinder!
Die Truppenschau ist bunt nicht minder,
Und so viel billger doch dabei!
Ihr, der Finanzen ernste Leiter,
Von Ziffern frei bleibt heut das Hirn;
Das Budget lasse selbst euch heiter,
Kein Defizit trüb eure Stirn.
Heut nichts von Steuern, keine Zölle,
Gebrochen sei der Staatsschuld Bann:
Was ihr bedürft - in goldner Welle
Schaffts heut mit Niagaraschnelle
Der fleißige Dukatenmann!
Ehrwürdge Schar der Diplomaten:
Den Deckel des Portfeuilles schließt zu,
Ruht aus von euren Heldentaten -
Und gönnt auch uns ein bisschen Ruh!
Kein Grün - und Blaubuch soll entsenden
Heut weder Segen, weder Fluch;
Nehmt andachtsvoll statt dess zu Händen
Das höhere Wahrheit euch wird spenden
In schlichterm Kleid: Grimms Märchenbuch.
Und du, dem weißere Erkenntnis
Der Dinge Wesenheit erschließt,
Denk heut: es sei - ein Missverständnis,
Was du mit eignem Auge siehst:
Nimm rings für eitel Marionetten
Der Sterblichen bewegt Gewühl -
An Fäden tanzend, statt an Ketten:
Der Seele Spiegel wird sich glätten,
Du lächelst ob dem Puppenspiel! - -
Du aber Gott der ewgen Liebe,
Kehr wieder uns im lichtem Traum,
Lass wandeln sich in heilgem Triebe
Zur Palme heut den Tannenbaum!
Gib, dass den Sterblichen hienieden
Für diesen kurzen Weihnachtstag
Erfüllung jenes Worts beschieden:
Sei Ehre dir, auf Erde Frieden! - -
Und morgen - - komme dann, was mag!
Richard Schmidt Cabanis 1838 -
1903
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Der armen Kinder Weihnachtslied
Hört,
schöne Herrn und Frauen ...
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Es läuft ein
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Christabend
Christabend
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Zimmers weiter Raum ...
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Der Großmutter Weihnachtsabend
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Weihnachts-Resignation
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Weihnachtssang
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Christtagabend ...
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Hahn-Hahn
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Weihnachtsbescherung
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Gedichte:
1 bis
20 ,
21
bis 21

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