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Von der dreifachen Geburt des Herrn
Der die weite Welt erlösen
Von der Sünde soll, dem Bösen,
Von des ewgen Todes Pfeil,
Welchen Gott uns zugeschworen,
Dreifach wird der Herr geboren,
Dreifach nahet unser Heil.
Von den heiligsten Geschichten
Lasst in Demut euch berichten,
In dem Glauben, in der Treu.
Andrer mag euch andres singen:
Ewig soll mein Lied erklingen
Von der wundervollen Drei.
1.Mitternacht
Es strahlt aus Nebelweiten
Ein ferner, heilger Schein:
Zu Anfang aller Zeiten
War Gott, und Gott allein.
Da lag er auf den Tiefen,
Da schwebt er auf der Flut,
Die Geister alle schliefen,
Er war das höchste Gut.
Und wie aus dichter Hülle
Die Morgensonnen steigt,
Hat seine Kraft sein Wille
Den ewgen Sohn erzeugt.
Das war das erste Werde,
Das war das erste Wort,
Das schuf hernach die Erde
Und schafft noch immerfort.
Geheimnis hocherhaben!
Mysterium, groß und still!
Hochwürdigste der Gaben,
Die uns ergötzen will!
Gar vielfach angedeutet
Ward es in Gottes Haus,
Doch, was es ganz bedeutet,
Spricht keine Zunge aus.
Wer wagt es auszusprechen,
Wie fasst es Menschensinn?
Man sehnt sich nach den Bächen
Der ewgen Liebe hin.
2. Morgenrot
Und als in ihrer Fülle
Die Zeit vollendet war,
Da trat er aus der Stille
Für alle hold und klar.
Die Jungfrau hat empfangen
Ein Pfand vom Heilgen Geist
Und ist von Haus gegangen,
Gen Bethlehem gereist.
Die Jungfrau war erkoren,
Sie sah nicht nach dem Stern,
Die Jungfrau hat geboren
Den Heiland, unsern Herrn.
Das war die Nacht der Nächte,
Da schien die Liebesmacht,
Die sterblichem Geschlechte
Nun Gottes Bild gebracht.
Der Heiland ist geschritten
Segnend durch alle Welt,
Er hat gelehrt, gelitten
Und sich sein Reich bestellt.
Der Heiland ist gestorben,
Ein reines Opferlamm,
Hat uns das Heil erworben
Am blutgen Kreuzesstamm.
Dann stieg er in die Erde,
Dann stieg er wieder auf
Mit himmlischer Gebärde,
Zum Vater ging sein Lauf.
Ihn gab die Nacht der Nächte
Ihn gab das Weihnachtsfest,
Ihn, der nicht vom Geschlechte,
Das er erlöste, lässt.
3. Heller Tag. Sakrament.
Drum heißt er ja der Heiland
Und ewger Trost und Rat,
Weil er noch stets wie weiland
Sich allen Sündern naht.
Mit seinem Geist und Gaben
Ist er noch immer hier,
Man kann ihn immer haben,
Er steht vor jeder Tür.
Den Gottes Magd geboren,
Den Gottes Magd gesäugt,
Er wird noch heut geboren
Und immerfort erzeugt.
In frommen Menschenherzen
Gewinnt er die Gestalt
Zu Lust und auch zu Schmerzen
Mit himmlischer Gewalt.
Das ist das Pfand der Gnade,
Die uns der Herr geschenkt,
Die ewge Bundeslade,
In die er sich gesenkt.
Das ist das ewge Leben,
Das jeder haben kann,
Das liebend sich ergeben
Zur Speise jedermann.
Das ist die dritte Weihnacht,
Nach der sein Jünger weint,
Das ist die schönste Weihnacht,
Wenn er in uns erscheint.
Max von Schenkendorf 1783 -
1817
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Gebet zu dem ersehnten Heiland
Kommst du? kommst
du? Licht der Heiden ...
Ernst Christoph Homburg
An den Messias
Wie soll ich dich
empfangen ...
Paul Gerhardt
Der Trost der Welt
Wo bleibst du, Trost
der ganzen Welt ...
Novalis
Liebster Jesu, sei willkommen
Liebster Jesu sei
willkommen ...
Samuel Großer
Dem Jesuskind
Ermuntre dich, mein
schwacher Geist ...
Johannes Rist
Halleluja
Wir singen Dir,
Immanuel ...
Paul Gerhardt
An das Jesuskind
Ich steh an
Deiner Krippe hier ...
Paul Gerhardt
Jesu, meine Freud und Lust
Jesu, meine
Freud und Lust ...
Angelus Silesius
Morgenstern der finstern Nacht
Morgenstern der
finstern Nacht ...
Angelus Silesius
Erklinge, Lied, und werde Schall
Erklinge, Lied, und
werde Schall ...
Ernst Moritz Arndt
Fern im Osten wird es helle
Fern im Osten wird es
helle ...
Novalis
Der Stern
Der du in der Nacht
des Todes ...
Karl Johann Friedrich
Spitta
Von der dreifachen Geburt des Herrn
Der die weite Welt
erlösen ...
Max von Schenkendorf
Die Geburt Christi
Er geht und klopft
an alle Herzen ...
Wilhelm Wackernagel
Bethlehem und Golgatha
O Christus, der Du
in der Krippe ...
Friedrich Rückert
Zur heiligen Weihnacht
Es strebte aus der
Nacht des Lebens ...
Adolf Kolping
Zum heiligen Christfest
Die Kirche, diese
Mutter, diese beste ...
Adolf Kolping
Weihnachtslied
Kein Sternchen mehr
funkelt ...
Clemens Brentano
Heilige Nacht
O heilige Nacht, o du
selige Nacht ...
Ferdinand Heitemeyer
An das Jesuskind
Jesulein, ich liebe
Dich ...
Hedwig Dransfeld
Gedichte:
1 bis
20 , 21 bis 40 ,
41 bis
53

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