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Uns ist ein Kind geboren
Uns ist ein Kind geboren,
Ein Sohn ist uns geschenkt,
Ohn den die Welt verloren,
Im elend blieb versenkt.
Er ließ die tausend Sterne,
Die er in Bahnen lenkt.
Nun kommt von nah und ferne,
Ein Kind ist uns geschenkt!
Da nahen von den Sternen
Die Engel wundersam,
Damit wir Menschen lernen,
Wozu der Heiland kam.
Sie mahnen: "Gott die Ehre,
Die ihm die Welt versagt!"
Sie flehen: "Herr, beschere
Ruh dem, der elend klagt!"
Da nahet von den Auen
Der frommen Hirten Schar,
Das Wunderkind zu schauen,
Des Name "Wunderbar".
Sie bringen ihre Gaben
Dem Kinde liebereich ,
Und heilge Wonne haben
Vom Kinde sie sogleich.
Da nahen aus der Ferne
Bald auch der Könige drei;
Geführt vom Wundersterne
Ziehn gläubig sie herbei.
Sie knien und sie finden
Das Licht trotz Nacht und Wind.
O, nahen wir doch alle,
Noch ist so mild das Kind,
Eh mit Posaunenschalle
Der Richter, nicht mehr lind.
O nahen wir doch alle
Und seien wir nicht blind,
Da wir zur Himmelshalle
Vom Kind geladen sind.
Franz Alfred Muth 1839 - 1890
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Gedichte:
1 bis
20 , 21 bis 40 ,
41 bis
53

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