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Der Friedenskönig
Der Friedenskönig kommt heran,
Bereitet ihm den Weg!
Streut Palmen auf die Siegesbahn
Und ebnet jeden Steg!
Sanftmütig kommt er, Hass und Streit
Ist fern von seinem Sinn.
Demütig kommt er, Demut breit
Die Kleider vor ihm hin.
Denn, wen noch wilder Zorn entflammt,
Wen Rach und Hass empört,
Wer andere kühn und stolz verdammt,
Ist nicht des Königs wert.
Er kommt zum Frieden. Fried ernährt,
Unfried verheert die Welt.
Der ist nicht dieses Königs wert,
Der Bund und Treu nicht hält.
Willkommen, Held, für unser Heil,
Der Menschheit Retter Du!
Der Wahrheit liebt, hat an Dir teil
Und Freud und Himmelsruh.
Auch wer für Menschenwohl und Glück
Gefahr und Not nicht scheut,
Und, ruft der Himmel ihn zurück,
Sein Leben willig weiht,
Ihm tönet Segen nach und Dank,
Wenn sich sein Auge schließt,
Indes ihn Himmelslobgesang
"Gesegnet sei!" begrüßt.
Wohlauf; wir stimmen in den Chor
Das Hosianna ein!
Ein Engel schwingt die Palm empor,
Der Sanftmut uns zu weihn.
Johann Gottfried Herder 1744 -
1803
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Der Friedenskönig
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Gedichte:
1 bis
20 , 21 bis 40 ,
41 bis
53

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